Wie die Kunst die Philosophie der alten Ägypter widerspiegelte

Ägypten rühmt sich als erstes Zentrum der Zivilisation auf dem afrikanischen Kontinent ab 5000 v. Chr. Das Land liegt an der Küste des Nils im Nordosten Afrikas. Ägypten war der Ort einer der mächtigsten und langlebigsten Zivilisationen der Antike. Dieser große antike Staat nutzte in hohem Maße verschiedene Kunstformen, um ihre tief verwurzelten Lebensphilosophien zu enthüllen. Diese Philosophien waren eingebettet in ihre strengen und kompakten religiösen Überzeugungen, wobei der Glaube an ein Leben nach dem Tod von größter Bedeutung war. Aus diesem Grund praktizierten die Menschen einen Totenkult, bei dem die Kunst das wichtigste Mittel war, das verwendet wurde.

Ägyptische Kunst wurde absichtlich gemacht, um den Toten zu dienen. Für die alten Ägypter war der Tod kein Ende, sondern der Übergang vom Land der Lebenden (physische Welt) in das Land der Toten (spirituelle/metaphysische Welt). Die Ägypter glaubten, dass ihre Seelen (Ka) nach ihrem Tod in einer anderen Welt weiterleben würden, aber in denselben Körpern. Um eine erfolgreiche Reise in das Land der Toten und des Jenseits zu gewährleisten, musste daher der Verstorbene zusammen mit irdischem Besitz und anderen Erinnerungen an die täglichen Aktivitäten physisch bewahrt werden.

Um diese Philosophie zu verwirklichen, behandelten die alten Ägypter ihre Leichen, die Mumien genannt wurden, sorgfältig und balsamierten sie ein, um sie vor dem Verfall zu schützen. Kunstwerke sollten den Verstorbenen in die Ewigkeit begleiten. Ägyptische Kunst ist also eine Kunst der Beständigkeit, weshalb die ägyptische Kunst im Volksmund als „Kunst für die Ewigkeit“ bezeichnet wird. Bei der Umhüllung von Verstorbenen wurden feine Leinenstreifen verwendet. Manchmal wurden die Abbilder fehlender Leichen aus unvergänglichen oder haltbaren Materialien wie Granit, Gold und Edelsteinen geschnitzt, um sie zu ersetzen. Nachdem der Leichnam der Verstorbenen (Mumie) mit dem Leinenstoff umwickelt wurde, wurde er in leuchtenden Farben bemalt und in Gräber gelegt. Diese als Pyramiden bekannten architektonischen Strukturen wurden aus schweren Steinen gebaut. Dies trug dazu bei, ihre Lebensdauer für die Ewigkeit zu verlängern. Ägyptische Gräber wurden gebaut, um den Verstorbenen ein glückliches Leben nach dem Tod zu sichern, und die Gemälde, Skulpturen und anderen Gegenstände darin hatten einen ewigen Zweck.

Die Innenräume dieser Pyramiden waren aufwendig mit Gemäldeserien verziert, die die Reise der Toten in die metaphysische Welt darstellten. Andere Themen für das Gemälde waren Menschen, die jagen und schlemmen. Auch Begräbnistexte, von denen angenommen wurde, dass sie den Namen des Verstorbenen bewahren sollten, und Bitten um sein Wohlergehen von den Göttern wurden in Hieroglyphen geschrieben. Diese Grafik erzählte die guten Taten des Verstorbenen einschließlich seiner Titel und Ehrungen, die er zu Lebzeiten erworben hatte.

So wurden die Ideologien der Ägypter in Bezug auf das Jenseits, die Teil ihrer Philosophie sind, durch die künstlerischen Kreationen – Malerei, Skulptur, Architektur und Textilien – deutlich. Dies sollte die heutige Wissenschaft über die unverzichtbare Rolle informieren, die Kunst für den gesellschaftlichen Fortschritt und die nachhaltige Entwicklung spielen kann. Moderne Gelehrte dürfen der Kunst in der Philosophie nicht wegen ihres malerischen Charakters davon abhalten, dass sie still ist. Vielmehr müssen sie sich bemühen, zu erforschen, wie künstlerische Kreationen in der Vermittlung von Philosophien oder tiefen Gedanken umgesetzt werden können, wie das Kardinalbeispiel der alten Ägypter veranschaulicht.


Source by Dickson Adom

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